24. April 2017

Rezension: Der Lauf des Lebens

Hey hey 😊
Ich habe die Tage dieses tolle Buch beendet und möchte euch jetzt mal mitteilen, wie ich es so fand, denn dieses Buch war anders als andere Bücher und das hat mich so fasziniert. Es ging um Situationen aus dem echten Leben. Die schönen und auch die weniger schönen Momente wurden beleuchtet. All das macht dieses Buch so spannend.


Im Oktober 2016 erschien das Buch "Der Lauf des Lebens" von Mona Jaeger beim Luchterhand Literaturverlag. Das Werk umfasst 190 Seiten und trägt den passenden Untertitel "Geschichten vom Menschsein".
In dem Buch werden sowohl die tollen, freudigen Momente als auch die schlimmen, niederschmetternden Augenblicke des Lebens behandelt. Um dem Leser dies klar zu machen, führt die Autorin selbigen in die Leben von Paul und Anna ein. Die erste Begegnung ist bei beiden in frühen Jahren und danach begegnen wir ihnen immer wieder.

Wenn man so durch das Buch blättert, wird man in viele Lebensabschnitte entführt, die man selber schon so ähnlich erlebt hat oder die einem noch bevor stehen. Es gibt Momente wie die Kindheit, den ersten Kuss, die erste Wohnung und das erste Kind. Aber auch Themen wie die Scheidung werden thematisiert. Diese Momente werden immer entweder aus der Sicht von Paul oder aus der Sicht von Anna erklärt, aber für diesen Wechsel gibt es keinen vorherbestimmten Rhythmus. Das ist sehr schade, denn so kommt es, dass man mehr von Paul als von Anna erfährt. Gerade in der ersten Hälfte hört man nur sehr sehr selten von Anna.
In der letzten Hälfte taucht Anna zum Glück wieder auf. Leider in den unmöglichsten Situationen... Ich weiß nicht, dass die Schwangerschaft gerade aus Annas Sicht geschrieben ist, finde ich irgendwie sexistisch. Es gibt zuvor ein paar Abschnitte über Paul und genau zur Schwangerschaft wird Anna dann plötzlich wieder interessant. Das hat mich schon irgendwie gestört... Es gibt so viele tolle Momente im Leben, die werden aber ausnahmslos aus Pauls Sicht erzählt. Für Anna hat die Autorin dann all die schlechten Momente vorgesehen. Passt mir irgendwie nicht, weil ich mir von einer Autorin gewünscht hätte, dass sie nicht all' die schlechten Momente für die Frau im Buch aufspart.

Es ist aber schön, dass die Autorin sich nur auf ausgewählte Lebensabschnitte konzentriert, da sie sich dann wirklich auf diese fokussieren konnte und jeden Abschnitt mit der nötigen Leidenschaft und Sorgfalt verfasst hat. Gerade die weniger schönen Momente fand ich sehr toll beschrieben. Die Wortwahl, das Drumherum. Man konnte sich sehr toll in Anna oder Paul einfühlen und da Mona Jaeger die Gedanken der beiden schildert sowie durch gut gesetzte Vor- beziehungsweise Rückblenden dem Leser auch alle nötigen Informationen hierfür gibt.
Die Vor- und Rückblenden sind generell sehr hilfreich, denn man bekommt vieles aus dem Leben der beiden nicht mit, da zwischen den Abschnitten teilweise einige Jahre liegen. Mona Jaeger packt ein ganzes Leben in 190 Seiten. Ich weiß noch nicht, ob das funktioniert, weil sie sich nur auf die wichtigsten Momente konzentriert, oder ob es klappt, weil sie das Potential dieser Idee nicht ganz ausgeschöpt hat... Ich selber hätte auch sehr gerne noch etwas mehr gelesen.
Aber das sorgt dafür, dass ich wieder viele schöne und kurze Kapitel hatte, die einem das Lesen auch dann ermöglichen, wenn man mal nicht so viel Zeit hat, um seitenlange Kapitel zu lesen. Aufgrund von mangelnder Zeit ist es aktuell einfach entgegenkommend für mich, wenn die Autoren ihre Sinnabschnitte kurz halten.

Zusammenfassend fand ich das Thema dieses Buches sehr interessant. Mona Jaeger schafft es, die Höhen und Tiefen eines Lebens sehr schön zu beschreiben und für alle, die mal ein paar tiefgründige Geschichten aus dem Leben lesen wollen, ist dies eine klare Empfehlung. Solange man sich nicht daran stört, dass die weibliche Protagonistin in diesem Buch nur selten erwähnt wird und nur die unschönen Momente abbekommt.
Aus diesem Grund gibt es von mir auch nur 💟💟/5 Herzchen, da mich diese Sache mit Anna einfach viel zu sehr stört.








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